Besuch meiner ehemaligen Heimat
erstellt: 03.12.2018

LH2013 und LH722 lauteten die Flugnummern meiner Reise in die „alte Heimat“. Nach meinem Auslandsaufenthalt in Peking vom Sommer bis zum Winter 2017 habe ich nun die Möglichkeit bekommen, in den Herbstferien 2018 meine Schule und meine ganzen Freunde wieder zu besuchen. Nach einem sehr entspannten Flug und einer kurzen Passkontrolle kam ich mitsamt Koffern im Hauptterminal an und wurde auch direkt von meiner Großtante und meiner Freundin Lea herzlichst empfangen. Anschließend fuhren wir in mein ehemaliges Zuhause nach SanLiTun ins SOHO, einem Komplex von mehreren Apartment-Towern. Danach haben wir erstmal ein kleines Mittagessen eingenommen, damit ich mich gut erholen konnte; denn der Jetlag war nicht zu unterschätzen.

China gilt als ein kommunistischer Staat und hat deswegen viele Einschränkungen und zudem eine komplette Überwachung mit Kameras. Zu den Einschränkungen gehört zum Beispiel eine Sperre aller sozialen Netzwerke aus Amerika und Europa, wie z. B. Facebook, Instagram oder WhatsApp. Außerdem gilt in China, dass alles, was die Chinesische Regierung beschließt, auch genauso, in dieser Form auch durchgesetzt wird. Das Volk muss sich fügen. Was mich persönlich daran fasziniert hat, war das Verständnis der Chinesen für politische Entscheidungen. Die Chinesen sind mit ihrem Leben in der Hinsicht zufrieden, dass die Politik sich genau um sie kümmert und alles dafür tut, damit es dem Volk gut geht, ohne dass das Volk ein Mitspracherecht hat.

Am nächsten Tag stand der Kaiserpalast auf dem Programm, was bedeutet: 7 Uhr aufstehen, 8 Uhr frühstücken, 9 Uhr losfahren. Hierfür benutzen wir die öffentlichen Verkehrsmittel, welche in China sehr günstig sind. Am Kaiserpalast mit überstandener Sicherheitskontrolle angekommen sahen wir schon über dem Eingang des Palastes ein Bild von: „Mao Zedong“, welcher 1949 die „Volksrepublik China“ ausgerufen hatte. Der Eingang trägt den Namen: „Tor des himmlischen Friedens“. Der Kaiserpalast ist wie eine kleine Stadt aufgebaut und in verschiedene Sektionen aufgeteilt.

Nach diesem anstrengenden Tag sind wir abends in der ARD Kantine essen gegangen, die eine klassische chinesische Küche widerspiegelt. An das generelle chinesische Essen musste ich mich damals bei meinem Auslandsaufenthalt erst gewöhnen, was aber nur zwischen ein bis zwei Wochen dauerte.

Montag war der Tag des großen Wiedersehens in meiner alten Schule. Beim Beginn der Mittagspause um 13:10 Uhr habe ich mich mit meiner Tante in der Schule getroffen, da sie als DAZ und Geschichtslehrerin an der Deutschen Botschaftsschule Peking natürlich auch Unterricht hatte. Auf dem Weg zur Kantine habe ich schon viele ehemalig bekannte Lehrer wiedergesehen, welche sich sehr gefreut haben, mich zu sehen und welche auch im ersten Moment sehr überrascht waren mich zu sehen. In der Kantine, war dann meine ehemalige Stufe, welche sich ebenfalls freute, mich zu sehen. Nach einem guten Mittagessen und einem kleinen Abstecher in die Klassenräume habe ich später noch meine ehemalige Bühnentechnik-AG besucht, bei der ich den Titel „Urlauber“ immer noch nicht verloren hatte.

Am Dienstag habe ich zusammen mit meinem ehemaligen Französisch-Lehrer ein Team-Teaching in der 8. Klasse durchgeführt. Herr Tonak gab mir diese Möglichkeit, da wir 2017 uns in unserer Kommunikation sehr gut verstanden haben. Mir hat der Unterricht mit der 8. Klasse sehr gefallen. Es war für mich eine schöne neue Erfahrung.

Am darauffolgenden Tag war ich im ARD-Studio Peking, da ich damals in der Bühnentechnik viel mit den Mitarbeitern der ARD zusammengearbeitet habe und dadurch eine Einladung bekommen habe mir das Studio anzusehen.

Dort wurde ich von meiner Freundin Katrin und ihrem Mitarbeiter Marcel herzlichst begrüßt und die beiden haben mir ihre Produktionen gezeigt. Währenddessen haben beide an einem Beitrag für den Weltspiegel gearbeitet.

Als letztes Ereignis möchte ich noch meinen Ausflug zu den Gräbern der Kaiser erwähnen. Jeder Kaiser der verschiedenen Regierungszeiten hat sein eigenes Grab, welches mehr oder auch weniger gehuldigt wird bzw. wurde. Die zwei wichtigsten Kaiser hatten auch dementsprechend die größten Gräber, wo man auch lange unterwegs war. Zusammengerechnet haben meine Familie und ich 5 Stunden gebraucht um die zwei Gräber zu besichtigen.  

Nun ging auch diese kleine Reise wieder zuende, welche mir gezeigt hat wie stark Freundschaft sein kann und wie schnell die Zeit vergeht, wenn man nicht dran denkt. Beendet wurde alles mit einer kleinen Träne am Flughafen von Beijing.

 
Moritz Philip Gerlach (Q1)
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