Mein Sprachaufenthalt in den Niederlanden
erstellt: 10.09.2018

Im Frühling dieses Jahres hatte ich mich dank meiner Niederländisch Lehrerin Frau Zühlke über den pädagogischen Austauschdienst bei einem Sprachprogramm der Niederländischen Organisation „Nuffic“ beworben. Bei diesem Programm werden jedes Jahr nur ca. 11 Schüler aus Deutschland ausgewählt, um in die Niederlande zu fahren. Umso glücklicher war ich dann, als ich Anfang Mai die Zusage zu diesem Stipendium erhielt. Gemeinsam mit den 10 anderen, mir völlig unbekannten deutschen Schülern, durfte ich dann vom 27.5-6.6.2018 nach Vught fahren. Dort wurden wir alle einzeln in Gastfamilien untergebracht, die uns die kommenden 11 Tage beherbergten. Ich hatte das Glück bei einer sehr netten Frau namens Marianne untergebracht zu sein, die schon seit vielen Jahren internationale Schüler bei sich aufnimmt. Auch als ich in Vught war, ließ sie noch eine Schülerin aus Belgien bei sich wohnen. Gemeinsam mit Eline, der Belgierin, fuhr ich dann am ersten Tag zum „Instituut Jeroen Bosch“, in welchem wir täglich Unterricht hatten und je zu Beginn und zum Schluss Sprachtests in Schrift und Sprache absolvierten. Insgesamt war der Unterricht im Institut sehr anspruchsvoll, aber auch sehr kreativ und ansprechend gestaltet. Es gab zwei Klassen mit je 6 Schülern und 4 verschiedenen Lehrern sowie eine Logopädin, die sich ausschließlich um unsere Aussprache kümmerte. Nach dem Unterricht hatten wir jeden Tag noch eine Aktivität mit unseren Lehrern vom Institut und den deutschen Schülern. Highlights waren für mich der Ausflug auf die Kamelfarm, wo wir Kamele reiten durften, Kamelmilch probieren und Kamelmilchpfannekuchen backen konnten, der Theaterworkshop sowie ein 3D-Pen Workshop. Zusätzlich zu den Nachmittagsaktivitäten machten wir noch 2 Ganztagsausflüge nach Amsterdam und Den Haag und verbrachten einen halben Tag in Den Bosch ('s-Hertogenbosch). Bis auf Amsterdam und Den Haag sind wir überall mit Fahrrädern, die unsere Gastfamilien uns geliehen hatten, hingefahren. Teilweise sind wir so mehr als 35 km pro Tag gefahren.

Abends haben wir Deutschen uns oft in Vught oder Den Bosch getroffen, um gemeinsam essen zu gehen oder in einem See in der Nähe zu schwimmen. Ansonsten bin ich abends oft mit meiner Gastmutter, meiner Gastschwester und dem Hund spazieren gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren.

Obwohl wir deutschen Schüler uns alle im Vorfeld nicht kannten, sind wir sehr schnell zu einer Gruppe zusammengewachsen und haben auch jetzt noch Kontakt zueinander. Dank meiner Gastmutter Marianne und meiner Gastschwester Eline hab ich mich sehr schnell in den Niederlanden zuhause gefühlt. Ich habe in dieser ja doch eher kurzen Zeit sehr viel über die niederländische Kultur gelernt, viele neue Freunde gefunden und natürlich auch mein Niederländisch verbessert. Ich kann die Teilnahme an diesem Programm nur empfehlen, da es wirklich eine große Bereicherung ist. Bedanken will ich mich deshalb noch bei Frau Zühlke, die mich dazu ermutigt hat, mich zu bewerben, dem Institut für den guten Unterricht und das spannende Programm sowie „Nuffic“ für das Stipendium und die Organisation des Programms.

 Cara Struckmann (Q2)

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