Unterricht in der Simulations- & Notfallakademie des Helios Klinikums Krefeld
erstellt: 18.10.2017

Hautnah konnten nun die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses „Medizintechnik“ der Q2 unter der Leitung von Herrn Dr. Zöllner in der Simulations- & Notfallakademie (SiNA) des Helios Klinikums Krefeld erleben, wie Ärzte und Pflegekräfte im Team gemeinsam im Rahmen eines Lebensrettungstrainings berufsbegleitend weitergebildet werden. In den eingerichteten Simulationslandschaften können alle Bereiche der Akutmedizin abgebildet werden, es befindet sich sogar ein integrierter Simulationsrettungswagen mit vollständigem Original-Innenleben samt Heck- und Seitentüren auf der 400 qm großen Fläche.  Peter Nothers, stellvertretender Leiter der SiNA, begleitete am Nachmittag des 19. September 2017 den Projektkurs durch das Training: Einleitend wurde im Debriefingraum das Verfahren erläutert, dass Ärzten und Pflegepersonal im Team später helfen sollen, besser zu kommunizieren und noch sicherer Leben zu retten. Basierend auf den CRM (Crew Ressource Management)-Leitsätzen müssen die Teams eine lebensecht aussehende Simulationspuppe im Wert von 85.000 € ca. 15-20 Minuten lang behandeln. Der computergesteuerte Simulator kann so programmiert werden, dass er Unfallopfer realitätsnah nachahmt. Das Vorgehen der Teams wird audiovisuell durch drei Kameras begleitet, sodass im Anschluss  das individuelle Handeln genau analysiert werden kann. Der gesamte Vorgang wird pro Tag viermal wiederholt. Herr Nothers betonte, dass die meisten Fehler bei der Behandlung eines Notfalls  nachweislich durch mangelnde Kommunikation entstünden. Simulationstrainings im Team, wie sie in Krefeld angeboten würden, könnten diese Fehlerquelle nachhaltig reduzieren. Deshalb müssten alle Teams dieses Training jährlich einmal durchlaufen. Der Aufbau des Technik-Simulationsraums zog die Schülerinnen und Schüler in ihren  Bann, denn er hatte entfernt Ähnlichkeit mit einem Verhörraum, wie man ihn aus dem Fernsehkrimi kennt: Hinter verdunkeltem Panzerglas versteckt kann nämlich das Instruktorenteam die Arbeit des behandelnden Teams beobachten, die Puppe steuern und sogar sprechen lassen. Der Kurs war beeindruckt von der Fülle der Simulationsmöglichkeiten und der technischen Ausstattung. So konnte im Anschluss zwar noch ein weiterer Raum besichtigt werden, der zu einem Simulations-OP gehörte. Der Operationsraum selbst jedoch war durch eine Fortbildung belegt. Zum Höhepunkt der unglaublich informativen und fachkundig vorgetragenen Veranstaltung zeigte Herr Nothers, wie man anhand einer Ersatzsimulationspuppe im Wert von 30.000 € eine Intubation durchführte. Danach durfte der Kurs sogar selber Hand anlegen.

Für eine tolle Veranstaltung am Helios Klinikum bedanken wir uns ganz besonders bei Herrn Nothers für diesen schönen und interessanten Nachmittag.

 
Laura Rüß (Q2)
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