JuniorAkademie 2019 – Zwei Moltke-Schüler der Jahrgangsstufe 9 berichten
erstellt: 02.12.2019

In NRW gibt es jährlich vier Junior Akademien an unterschiedlichen Standorten. In einem Zeitraum von zehn Tagen werden pro Standort drei Kurse angeboten. Unsere Schülerin Elena Koch hat den Kurs Forensik in Jülich besucht, unser Schüler Eric Ackermann den Kurs Psychologie in Soest. Hier ihre lebendigen Berichte:

Elena Koch: Ich habe den Forensik-Kurs besucht. Was Forensik ist, wusste ich erstmal nicht.
Dieser Begriff umfasst die Kriminalarbeit von Ermittlern an Tatorten, also das Sichern von Spuren, das Rekonstruieren von Tathandlungen oder die Identifizierung von Leichen. Der Kurs war so aufgebaut, dass etwa ein Drittel der Zeit für Referate in Anspruch genommen wurde, die wir im Voraus vorbereitet hatten. Wir haben viel über ein Thema erfahren und nebenbei auch noch gelernt, den persönlichen Vortragsstil und die Gestaltung von Präsentationen adressatengerecht zu gestalten. Nach manchen Vorträgen haben wir praktische Experimente gemacht, wie z.B. DANN-Herstellung oder ein Blutspurenexperiment. Der Höhepunkt für die meisten war das Rattenexperiment, in dem wir tote Ratten in verschiedenen Zuständen verwesen ließen und alles protokollierten. Ein weiteres tolles
Erlebnis war der Besuch im Forschungszentrum Jülich. Dort duften wir interessanten Vorträgen zuhören und echte Gehirne anfassen.

Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht und die Atmosphäre war definitiv eine andere als in der Schule. Man hatte viele Freiheiten und war flexibler durch die kleinere Personenzahl in den Kursen.

Eric Ackermann: Die Psychologie ist weit gefächert. Wir hatten zwar viel Unterricht, aber es kam einem einfach alles viel schneller vor als es eigentlich war, weil wir alle möglichst schnell, produktiv und lernbereit gearbeitet haben. Die Arbeit war aber nicht so aufgebaut, dass wir einfach nur die ganze Zeit den Präsentationen der Kursleiter zugehört haben und diese dann besprochen haben, sondern wir durften an einem Tag z.B. ein Interview mit einem psychisch Erkrankten halten und selbst Präsentationen über beispielsweise
Zwangsstörungen vorbereiten und diese dann auch vorstellen. Um nicht nur etwas über den eigenen Kurs zu erfahren, sondern auch Wissen von anderen Fachbereichen anzuhäufen, gab es den sogenannten Rotationstag, an dem wir die anderen zwei Kurse besuchten und uns das Grundwissen, in meinem Fall über Forensik und Mathematik, von den anderen Schülern
beibringen zu lassen. Am interessantesten im Kurs fand ich die Experimente und ihre Ergebnisse. In einem Experiment wurde getestet, ob ausgebildete Polizisten Lügen besser erkennen können als normale Passanten, das Ergebnis war: Nein, können sie nicht. Es ist nämlich nicht möglich, zu 100% immer richtig zu liegen, weil die Mimik und Gestik von Mensch zu Mensch verschieden ist und man somit nie eine feste belegbare Entscheidung treffen kann. Meiner Meinung nach ist die Akademie eine sehr gute Abwechslung zur Schule, um etwas zu lernen, neue Freunde zu finden und einfach eine tolle und erfreuliche Zeit zu haben. Letztlich lässt sich sagen, dass die Zeit an der JuniorAkademie NRW 2019 ein tolles Erlebnis war. Wir sind sehr dankbar dafür, diese Chance bekommen zu haben und die Erfahrung machen zu durften. Wir können die JuniorAkademien nur weiterempfehlen.

Elena Koch und Eric Ackermann

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