Verabschiedungen, Verabredungen und Versprechen

Letzter Schultag vor den Sommerferien

Es kommt einem so vor, als habe sich das vergangene Schuljahr im Nichts aufgelöst, denn erst vor wenigen Monaten scheint man die erste Klausur des Jahres geschrieben, die erste Klassenteamstunde verbracht oder die neuen Schulbücher bekommen zu haben. Obwohl die Wochentage bis zum Rand mit dem Lernen im Unterricht, dem Erledigen von Hausaufgaben, dem Erstellen von Präsentationen und dem Lesen von Lektüren gefüllt waren, sind sie dennoch wie im Fluge vergangen und die Sommerferien haben schlussendlich begonnen. 

Die letzte Klausur wurde geschrieben, das letzte Klassentreffen abgehalten und alle Bücher (mehr oder weniger) wieder zurückgegeben. Für sechs wundervolle Wochen können alle Schüler:innen nun ihre Hefte, Lernzettel und Karteikarten in eine entlegene dunkle Schublade verbannen, um wieder Energie für das nächste Schuljahr tanken und neue Erinnerungen sammeln zu können. Der letzte Schultag sollte nach dem Wandertag, den die einzelnen Klassen individuell gestalten und nach ihrem Belieben anpassen konnten, das gesamte Schuljahr perfekt abrunden. In den letzten Tagen vor Ferienbeginn stieg die sommerliche Vorfreude auf den Geruch von salziger Meeresluft, auf das ratternde Geräusch des Ventilators, auf den Ausblick auf majestätische Berge, auf den Geschmack von neuartigen kulinarischen Spezialitäten und auf das Gefühl von warmem Sand unter den Füßen. Der ökumenische Gottesdienst am 17. Juli 2026 in der Elisabethkirche konnte mit dem herzlichen gemeinschaftlichen Singen unter der geschmückten Kuppel sowie mit den Beiträgen einzelner Klassenstufen zu dem erfolgreichen Steigern der freudigen Erwartung beitragen. 

Doch ein Schuljahr wäre nichts ohne das abschließende Zeugnis, das schlussendlich in der dritten Stunde im vertrauten Rahmen ausgeteilt wurde, bevor auch die letzten Sekunden des Schuljahres vertickten und die Schultore des Moltkes ein letztes Mal aufschwangen, um den Ansturm aus Schüler:innen in die wohlverdienten Sommerferien zu entlassen. Hier und da hörte man über die Schulter gerufene Verabschiedungen, Verabredungen oder Versprechen, sich mit Fotos aus Frankreich, Schottland, Spanien oder Irland zu melden und sich mindestens jeden Tag zum Eisessen, Schwimmen oder Telefonieren zu treffen. 

Wir wünschen euch allen wunderschöne, erholsame sowie erlebnisreiche Ferien, in denen ihr wieder Energie tanken, Unmengen Meerwasser schlucken und Eis essen könnt, um im September wieder voller Elan in den Schulalltag zu starten!

Ein Artikel von Annabel Walpurger (EF, Moltke-Redaktion; auch selbst schon in sommerlicher Stimmung)