Eine besondere Austauschwoche in Metz

Europa verbindet

„La France et l‘Allemagne au cœur de l’Europe“. – Unter diesem Motto machten wir uns vom 19. bis 23. Januar 2026 gemeinsam mit 22 Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums auf den Weg nach Metz, wo wir uns erstmals mit unserer französischen Partnerschule, dem Lycée André Malraux aus Gaillon, zu einer Drittortbegegnung trafen.

Statt eines klassischen Schüleraustauschs mit Unterbringung in Gastfamilien verbrachten wir die Woche gemeinsam in einer Jugendherberge. Die Zimmer waren bewusst deutsch-französisch gemischt, sodass wir vom ersten Tag an miteinander ins Gespräch kamen und unseren Wortschatz erweitern konnten.

Für unsere erste Drittortbegegnung bot Metz den idealen Ort. Die Stadt liegt nahe der deutsch-französischen Grenze und steht wie kaum eine andere für die gemeinsame Geschichte und die heutige Zusammenarbeit beider Länder. Zugleich bietet sie zahlreiche Anknüpfungspunkte, um die europäische Idee vor Ort zu erleben – genau das stand im Mittelpunkt unseres Austauschs.

Zum Auftakt erkundeten wir Metz bei einer Stadtrallye. Gemeinsam lösten wir Aufgaben, entdeckten die historische Altstadt und lernten unsere Austauschpartnerinnen und -partner besser kennen. Die erfolgreichsten Teams wurden beim Abschiedsabend mit kleinen Preisen ausgezeichnet.

Ein besonderer Programmpunkt war unser Besuch des Robert-Schuman-Hauses in Scy-Chazelles. In verschiedenen Workshops beschäftigten wir uns mit Robert Schuman, einem der Gründerväter der Europäischen Union, und erfuhren, welche Bedeutung die deutsch-französische Zusammenarbeit für die Entstehung des heutigen Europas hat.

Auch ein Ausflug nach Saarbrücken durfte nicht fehlen. Dort besichtigten wir zunächst die Völklinger Hütte, ein ehemaliges Eisenwerk und heute UNESCO-Weltkulturerbe. Anschließend erkundeten wir die Stadt bei einer kreativen Foto-Rallye. In unseren deutsch-französischen Gruppen entstanden an verschiedenen Orten künstlerische Fotos zu vorgegebenen Aufgabenstellungen – eine Aufgabe, die Teamgeist, Kreativität und Kommunikation erforderte.

Zurück in Metz besuchten wir das Centre Pompidou-Metz, ein Kunstmuseum. Dort setzten wir uns mit moderner Kunst auseinander, wählten Werke aus, die uns besonders beeindruckten, irritierten oder Fragen aufwarfen, und hielten unsere Gedanken dazu in kurzen Videobeiträgen fest. 

Nachmittags arbeiteten wir in internationalen Kleingruppen zum Élysée-Vertrag und zur deutsch-französischen Zusammenarbeit und diskutierten deren Bedeutung für das Zusammenleben in Europa. Beim gemeinsamen Abschiedsabend präsentierten wir schließlich unsere Ergebnisse aus den Workshops und der Foto-Rallye. Dabei wurde deutlich, wie viel wir in nur einer Woche gemeinsam erlebt und gelernt hatten. 

Unsere erste Drittortbegegnung war ein voller Erfolg. Sie hat gezeigt, dass Europa nicht nur im Unterricht stattfindet, sondern vor allem durch persönliche Begegnungen lebendig wird. 

À bientôt & bis zum nächsten deutsch-französischen Austausch!

Christina Brendgen