Europäisches Glücksrad, politische Narrative und ein Gespräch auf Augenhöhe
Als Europa-Schule galt es auch dieses Jahr erneut, die Tage vom elften bis zum dreizehnten Mai 2026 gebührend zu zelebrieren, unser Bewusstsein für den länderübergreifenden Zusammenhalt zu stärken und mehr über unsere Europäische Union in Erfahrung zu bringen. Anlass hierfür war der Europa-Tag am neunten Mai, der bei uns am Moltke große Projekte und eine temporäre interaktive Ausstellung im Foyer mit sich brachte.
Die meiste Begeisterung zog ein selbstgestaltetes Glücksrad der Europa-Kreativwerkstatt der Jahrgangsstufe sechs auf sich, wobei die gedrehte Zahl einer bestimmten Frage zum Thema Europa beziehungsweise der Europäischen Union zugeordnet war und man bei richtiger Beantwortung einen kleinen Preis erhalten konnte. Eine große Landkarte lud alle dazu ein, sich geografisch in Europa einzuordnen, während man mittig im Raum kleine Papierflugzeuge aus bunten Europakarten durch ausgeschnittene Ringe werfen und seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnte. Bunte Girlanden und Dekorationen - natürlich alle im entsprechenden Thema gestaltet – schmückten die Umgebung aus und setzten wunderschöne Akzente.
Zusätzlich durfte sich die EF am Mittwoch, den 13. Mai, noch einmal tiefgreifend mit dem Europa-Tag auseinandersetzen und sich in die Welt der Politik und der politischen Kommunikation eindenken. Denn: Was ist das überhaupt, wie kann ich Narrative identifizieren und richtig einordnen? Anhand von plakativen Zeitungs- und Artikel-Überschriften konnten sich die Schüler:innen mit der Analyse solcher Narrative auseinandersetzen und ihr Wissen erweitern, bis es schließlich darum ging, eigene Narrative zu formulieren und die persönlichen Anliegen vor sieben lokale Politiker:innen zu bringen. Mit Hilfe von kurzen Geschichten kamen sie mit ihren Gegenübern ins Gespräch und sprachen Themen an, die sie interessierten und auf die sie besondere Aufmerksamkeit lenken wollten. Besonders fiel den Schüler:innen die bekannte und typische Antwortgebung der Politiker:innen sowie die Komplexität von Politik und Diskussion ins Auge. Durchgeführt wurde dieses Projekt von EUROSOC#DIGITAL, eine von der europäischen Union kofinanzierte Organisation, welche sich der politischen Aufklärung widmet und zusammen mit dem Erasmus+ Projekt arbeitet.
Obwohl die Woche eine kurze war und sich die Schulgemeinschaft über ein langes Wochenende freuen konnte, war sie dennoch gefüllt mit dem Thema Europa und politischer Beteiligung, die den Anwesenden noch genügend Inhalt zum Nachdenken mit in die freien Tage gegeben hat.
Ein Artikel von Annabel Walpurger (EF, Moltke-Redaktion) mit Überarbeitung von C. Steffans